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PRESSEMITTEILUNG:
Kreis Olpe, 31. Juli 2010
Probleme mit den Sickerwässern bei der Kreismülldeponie
SPD-Kreistagsfraktion machte sich vor Ort kundig

Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion besichtigten die Mülldeponie
Vor den Sitzungsferien organisierte die Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion, Sabine Borchers, eine Besichtigung der Zentraldeponie für die Fraktion. Insbesondere den neuen Fraktionsmitgliedern sollte die Möglichkeit geboten werden, sich vor Ort ein Bild von der Zentraldeponie zu machen. Kreisdirektor Theo Melcher erläuterte an Hand eines Modells die Abdeckung des Deponiekörpers. Es folgte ein kurzer Abriss über die wechselvolle Geschichte der Abfallanlage, die als „Vorzeigedeponie“ nach den neusten Erkenntnissen und Gesetzesauflagen gestaltet wurde. Die neue Vorsitzende des Umwelt- und Strukturausschusses, Gisela Lehwald, erinnerte sich noch deutlich an die Diskussionen im Olper Stadtrat über den Ort, der für die Deponie gefunden werden musste.

Gerade einmal zwei Jahre nach der Eröffnung der Deponie wurde 1993 die „Technische Anleitung zur Verwertung, Behandlung und sonstigen Entsorgung von Siedlungsabfällen“ verabschiedet. Der erlaubte biologische Anteil im Abfall wurde gesetzlich festgelegt, in der Konsequenz hieß das: Müllverbrennung. Das bedeutete für die Deponie, die auf mindestens 60 Jahre angelegt war, weitgehend das Aus. Zusätzlich erschwerte das Kreislauf-Abfallwirtschaft-Gesetz die Lage. Die Trennung des Abfalls in einzelne Fraktionen ließ die Menge des Restmülls deutlich schrumpfen, zudem mussten die Firmen, Betriebe usw. nicht mehr zwingend die Deponie des Kreises zur Entsorgung benutzen. Damit begann das Riesenproblem „Zentraldeponie“ für den Kreis. Es musste Abfall von außerhalb des Kreises requiriert werden, um so den schlagartigen Anstieg der Abfallgebühren zu vermeiden. Bis zum heutigen Tag bereitet die Deponie den Politikerinnen und Politikern Sorge. Seit einigen Jahren kippt die Biologie beim Klären der Deponiewässer um, sodass die Sickerwässer zum Klären abgefahren werden müssen. Mitte Juli wurde ein Versuch über den Betrieb einer Membranbiologie erfolgreich abgeschlossen. Weitere Schritte müssen jetzt unternommen werden, um die Sickerwässer wieder auf der Zentraldeponie klären zu können. Die Führung durch Teile des weitläufigen Geländes übernahm sachkundig Peter Müller vom OEZ. Belüftungsschächte, Leitungsanlagen für Gut- und Schlechtgas, die Abdeckungen und die gewaltige Aufschüttung der Tallandschaft waren weitere Themen der Besichtigung.


Dokumente:
Beschluss Kreistag am 12.07.2010 zur Membrantechnologie



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