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PRESSEMITTEILUNG:
29. April 2010
Ute Schäfer: Mehrheit in NRW ist für ein längeres gemeinsames Lernen

Zur Pressekonferenz des Philologenverbandes, der Direktorenvereinigungen und der Landeselternschaft der Gymnasien erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagfraktion, Ute Schäfer:

"Ob die Interessenverbände der Gymnasien wirklich die Interessen der Mehrheit der Eltern und Lehrkräfte vertreten, weiß ich nicht, klar aber ist, noch gestern Abend während der WDR-Wahlarena hat sich das repräsentativ ausgesuchte Publikum mit rund 60 Prozent mehrheitlich für ein längeres gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler ausgesprochen. Das entspricht im Übrigen auch den Ergebnissen von repräsentativen Umfragen der Bertelsmann Stiftung und TNS- Infratest.

Darüber hinaus lassen die Fragen der Forsa-Umfrage - anders als die Gymnasialvertreter Glauben machen wollen - keine Rückschlüsse zur Gemeinschaftsschule zu. In der ersten Frage wurde nach der sechsjährigen Grundschulzeit gefragt. Keine der großen in Nordrhein-Westfalen vertretenden Parteien allerdings spricht sich für eine sechsjährige Grundschulzeit aus. Bei der zweiten Frage geht es um das Schulwahrecht der Eltern nach der Grundschule. Hier bestätigt das Ergebnis unsere Position, dass die verbindlichen Grundschulempfehlungen, die von der schwarz-gelben Landesregierung erst eingeführt wurden, abgeschafft werden müssen. Zum dritten wurde nach der Meinung zur Einheitsschule gefragt. Niemand aber will eine Einheitsschule.

Die SPD setzt sich vielmehr für ein längeres gemeinsames Lernen in einer ganztägigen Gemeinschaftsschule ein. Sie steht für eine andere Lernkultur, in der jede Schülerin und jeder Schüler einen individuellen Lern- und Förderplan erhält. Dazu muss der Unterricht neu organisiert und gestaltet werden. Ziel ist die konsequente Berücksichtigung unterschiedlicher Lernvoraussetzungen und Begabungen. Die innere und äußere Organisation bestimmen die Schulen, Eltern, Schulträger und Kommunen vor Ort gemeinsam selbst. In einer Gemeinschaftsschule werden alle Bildungsgänge vom Gymnasium bis zur Hauptschule erhalten.

Viele Eltern, Schulen und auch Kommunen würden sich für eine integrierte Schulform entscheiden, wenn sie wählen könnten. Am 9. Mai haben sie die Wahl. Denn genau diese Entscheidungsfreiheit, die ihnen die schwarz-gelbe Landesregierung seit fünf Jahren verbietet, wollen wir Schulen, Eltern und Kommunen zukünftig ermöglichen."



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