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PRESSEMITTEILUNG:
30. September 2009
Heike Gebhard: Expertenanhörung bestätigt SPD-Initiative für mehr Kinder- und Jugendpsychiatrie

Als Bestätigung der SPD-Initiative für einen quantitativen und qualitativen Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie wertete die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Heike Gebhard, die heutige Anhörung im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales zur psychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen. "Die Unterversorgung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen in NRW ist dramatisch. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Die Experten haben heute noch mal sehr deutlich gemacht, dass die Versorgungskapazitäten in allen Bereichen nicht ausreichen: Sowohl ambulante, teilstationäre und stationäre Angebote müssen ausgebaut werden", erklärte Gebhard.



Laut der Sachverständigen bedürfe es allerdings nicht nur "mehr vom Bisherigen", sondern auch einer besseren Qualität der Versorgung durch eine gezielte Vernetzung verschiedener medizinischer Fachdisziplinen mit den Angeboten der Jugendhilfe. Die SPD-Gesundheitsexpertin forderte die Landesregierung auf, die Ergebnisse der Anhörung ernst zu nehmen und endlich zu handeln. Eine flächendeckende Vernetzung von psychologischer und psychiatrischer Versorgung mit der Jugendhilfe könne nur gelingen, wenn auch entsprechende finanzielle Anreize zur Vernetzung bestünden. Das sei von den Sachverständigen bestätigt worden. "Wir brauchen dringend vom Land geförderte Modellprojekte, um herauszufinden, wie die Vernetzung unter den verschiedenen Bedingungen im Land funktionieren kann", sagte Gebhard.



Auch die Politik müsse einen Beitrag zur Entstigmatisierung der Psychiatrie und der psychisch kranken Menschen leisten. "Dazu gehört aber auch, dass die Landesregierung nicht länger die Verdächtigung aufrecht erhält, die Kapazitäten würden durch fehlplazierte Kinder und Jugendliche gefüllt, die eigentlich in die Jugendhilfe gehören. Richtig ist vielmehr, dass wir mehr Prävention in der Jugendhilfe brauchen und mehr Behandlung in der psychiatrischen Versorgung", so Gebhard.



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